Solarthermieanlagen werden allzu oft zuerst nur zur Warmwasserbereitung installiert. Doch welche Möglichkeiten gibt es, wenn der Kunde plötzlich mehr von der Sonne will?
Viele fangen erst einmal klein an: Eine 5-m2-Anlage kommt aufs Dach, der 300-L-bivalente Trinkwarmwasserspeicher in den Heizungsraum. Man ist vorsichtig wegen der Kosten und vielleicht auch noch etwas skeptisch gegenüber der neuen Technik. Nach zwei oder drei Jahren, sobald man gesehen hat, dass alles funktioniert und die Sonnenernte Freude macht, will man aber mehr und wünscht auch eine Heizungsunterstützung.
Heizung als größter Energieverbraucher
Der Grund, dass sich viele Hausbesitzer nicht lange mit der Anlage zur Trinkwarmwasserbereitung zufrieden geben, liegt auf der Hand: Rein statistisch gesehen entfällt nur 12 % des häuslichen Energiebedarfs auf das Warmwasser, dafür aber 75 % auf die Heizung. Die restlichen 13 % bildet der Strombedarf. Erst mit einer Anlage zur Trinkwarmwasserbereitung und Heizungsunterstützung lassen sich bedeutende Anteile des gesamten Wärmebedarfs eines Gebäudes decken. Ein Beispiel einer Anlage mit 15 m2 Kollektor und 1.000-L-Pufferspeicher zeigt aber genauso auf, dass der Deckungsgrad stark abhängig vom Dämmstandard des Gebäudes ist. Je nach Gebäudestandard schwankt der Solaranteil von ca. 15 % bis ca. 60 %