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2/2012
Einfach umgefallen


Lange Zeit waren Fundamente Nebensache – bis die ersten Probleme an Vestas-Anlagen auftauchten. Betroffen von schlechter Beton­ausführung und konstruktiven Mängeln sind aber alle Betreiber.


Eine Windgeschwindigkeit von 16 m/s entspricht Windstärke 7 in der bekannten ­Beaufort-Skala. Phänomenologisch betrachtet bedeutet dies: Bäume schwanken, deutlicher ­Widerstand beim Gehen gegen den Wind – und die ersten Windenergieanlagen fallen um. So war es ­jedenfalls im Herbst 2008 in einem ostdeutschen Windpark, als sich eine 80-kW-Turbine mitsamt dem Turm verabschiedete. „Einfach umgefallen“, zeigt sich der Versicherungsmakler Christian Schlösser immer noch fassungslos. „Ich kann Ihnen noch mehr ­Anlagen zeigen, die umgefallen sind, einfach durchgerostet.“

Gemeint ist die Bewehrung des Flachfundaments. Risse im Beton lassen Wasser einsickern, das die ­Bewehrungseisen angreift. An einigen Stellen kommt es sogar durch die dynamischen Bewegungen des ganzen Bauwerks zu einem „Ansaugen“ des Ober­flächenwassers in den Riss hinein. Die Eisen
korrodieren und verlieren die Bindung an den umgebenden Beton. Damit ist die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet. Ein typischer Ausführungsfehler, meint Schlösser.
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